Barcamp Ruhr

17. März 2008, 19:03

Es ist (Web-)Montag und wieder ein Barcamp-Wochenende zu Ende. In den Iden des März fand das Barcamp Ruhr statt, und wenn man Twitter und den Blogs glauben darf, bin nicht nur ich der Meinung: Gro߸artiges Barcamp.

Zum Barcamp Ruhr trafen sich die Freunde des Internetz an einer besonders au߸ergewöhnlichen Location, im Unperfekthaus in Essen. Von der Dachterasse, die einen Blick über die Baustellen und Einkaufszentren der Ruhrpott-Metropole gewährte, bis zu den dekadenten Männer-Toiletten mit WLAN und gro߸flächigen LCD-Bildschirmen, bot das Haus alles, was Geeks glücklich macht. Johannes führt uns auf Vimeo in diesem Clip ein wenig durchs Haus.

Sessions

Das Barcamp Ruhr hatte sich das Thema Musik zum Schwerpunkt genommen. Dementsprechend fanden sich auf dem Session-Plan Workshops wie Musikvermarktung, Crowdsourcing und Netlabels reloaded. Aber auch die barcamptypischen Sessions rund um Blogs, Web 2.0 und Web Design fehlten natürlich nicht. Besonders interessant fand ich .deans ß“berblick über aktuelle Video-Communities und Streaming-Plattformen im Netz (hier ein kleiner Ausschnitt davon).

Abendprogramm

Wie schon im vorigen Artikel erwähnt hat es mir besonders Miniroc angetan, der am Samstag Abend auf zwei Gameboys elektronische Musik mit den für die Handheld-Konsole typischen Sounds mixte. Zuvor hatten viele Teilnehmer ihre Redegewandtheit mehr oder weniger erfolgreich bei der Powerpoint-Karaoke zum Besten gegeben.

Fazit

Bis auf den Rückschlag durch den Diebstahl einiger elektronischen Geräte (am Besten nachzulesen bei Polaroid Memories) ist das Barcamp Ruhr aus meiner Sicht ein voller Erfolg gewesen. Das Barcamp war für mich ein gro߸er Ideen- und Impulsgeber, und ich wei߸ von mindestens zwei Barcamp-Neulingen, dass sie das Barcamp genauso erlebt haben. Ein gro߸er Dank geht an die Orga!

Dokumentation

Ich habe das Gefühl, dass Barcamp für Barcamp die Berichterstattung via Fotos und Videos exponentiell steigt. Auf Flickr habe ich bereits einige meiner Bilder hochgeladen, im entsprechenden Flickr-Pool haben sich bereits Hunderte angesammelt (wer hat eigentlich den Trend zum Schwarz-Wei߸-Foto verbrochen?). Eine recht umfangreiche Aggregation der Texte, Bilder und Videos zum Camp gibt es auf barcampruhr.soup.io. Besonders sehenswert ist der Videoblog-Beitrag von ifranz.

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Barcamp Hannover - Fazit

4. März 2008, 01:56

Am 23. und 24. Februar fand das erste Barcamp Hannover statt. Eine Woche nach dem Barcamp möchte ich als Organisator und Teilnehmer auch noch ein paar Worte darüber verlieren. Die Berichte darüber haben andere geschrieben (siehe hier, hier und hier), von mir nur ein kurzes eigenes Fazit.

Ich hoffe, wir haben mit dem Barcamp den manchmal doch eher ruhigen Web-Community-Standort Hannover ein wenig aus seinem Schlaf rütteln können. Es ist schön, dass nach den (Dank Nicole und Tobias) inzwischen so etablierten Webmontagen nun auch die Barcamps Einzug in Hannover gehalten haben.

Viele neue Gesichter

Mich hat besonders die heterogene Teilnehmer-Crowd gefreut. Wir hatten neben den erfahrenen Barcampern viele Barcamp-Neulinge, darunter Studenten, Entwickler, Blogger und Unternehmer. Bei den “BarCamp-Erstis” hatte ich das Gefühl, dass die meisten Feuer gefangen haben und das Barcamp Hannover für viele von ihnen nicht das letzte Barcamp gewesen ist.

Location, Location, Location

Im Gro߸en und Ganzen kann ich den meisten bisher im Netz veröffentlichten Rückblicken zustimmen. Insgesamt lief das BarCamp sehr gut ab, die Location hat sehr gut gepasst, Kaffee, Getränke und Verpflegung waren ausgezeichnet und es gab viele interessante Sessions und Workshops. Florian Bailey hat in seinem Blog geschrieben, dass ein wenig der Barcamp-Spirit gefehlt hat. Für mich als einer der Organisatoren ist das etwas schwer abzuschätzen, denn wir als Organisatoren haben natürlich mit den ganzen Vorbereitungen im Vorfeld schon seit Wochen im Barcamp-Fieber geschwebt.

Florian hat aber aus meiner Sicht auf jeden Fall recht, dass man den Neulingen etwas besser hätte erklären können, wie ein Barcamp abläuft. Ebenfalls richtig: Die Sessionpläne hätten voller sein können. Es gab zwar in jedem Timeslot fast immer mindestens vier Workshops zur Auswahl, aber wir hätten noch Raum für mehr gehabt.

Mogulus und Workshops

Auf dem Barcamp habe ich meine ersten Erfahrungen mit Live-Streaming über Mogulus gemacht. Hat richtig Spa߸ gemacht, Sessions und das ganze Drumherum live ins Web zu bringen. Ich habe kaum Zeit gefunden, an Sessions teilzunehmen, habe aber gemeinsam mit nerotunes Web 2.0 mobil, mit Timo und Katrin NGOs im Web 2.0 und mit Michael die Powerpoint-Karaoke organisiert. Materialien dazu sind inzwischen im Mixxt-Wiki.

Fazit

Ansonsten empfand ich das BarCamp als vollen Erfolg. Viele interessante Leute sind in Hannover zusammengekommen und haben spannende Ideen ausgetauscht. Das Feedback der Teilnehmer, in den Blogs und in der Presse war durchweg recht positiv. Eigentlich könnte man sich jetzt ein wenig ausruhen, aber es gilt: Nach dem Barcamp ist vor dem Barcamp. Für mich geht es am 15. und 16. März auf das Barcamp Ruhr, wo ich dann ganz entspannt als “einfacher” Teilnehmer nur mit einem Problem zu kämpfen haben werde: In welche Session gehe ich als nächstes?

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Barcamp Hannover - Anmeldung

10. Januar 2008, 03:00


Seit diesem Wochenende läuft die Anmeldung für das Barcamp Hannover, das am 23. und 24. Februar stattfinden wird. Knapp 150 Interessierte haben sich bereits für die Veranstaltung angemeldet, noch sind über 50 Plätze frei.

Wir im Orga-Team freuen uns über den Andrang riesig und sind flie߸ig am Vorbereiten. Ich persönlich finde es schön, dass sich auch einige Kommilitonen vom IJK für das Barcamp angemeldet haben, wird glaube ich eine interessante Mischung an Teilnehmern.

Erste Stimmen gibt es bei Nerowinger, Timo Heuer, Internetszene.com, Pfandtasse, assbach.de Blog, Webschau Nicole 2.0, Hackthenet und im Yeebase Blog.

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Endlich ist der Termin fix: Das Barcamp Hannover findet am 23. und 24. Februar 2008 in den Räumlichkeiten vom Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung und der Fachhochschule Hannover auf der Expo Plaza statt. Weitere Infos zu Anmeldung, Ort, etc. folgen in Kürze auf dem Barcamp-Hannover-Wiki bei Mixxt. Ein gro߸er Dank geht an das IJK, das uns die Räume zur Verfügung stellt.

Links:

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Barcamp Berlin

7. November 2007, 22:29

Heute abend habe ich endlich Zeit ein kleines Resümee zum Barcamp Berlin 2 zu schreiben. Es lautet schlicht: It was the best Barcamp ever! Und das ist weil…

Barcamp people

Barcamp Board
Teilnehmer studieren das Session-Board.

ß“ber 400 Teilnehmer sind auf dem Barcamp-Wiki eingetragen. Damit ist es trotz der vielen “No Shows” (angemeldet aber nicht gekommen) das am besten besuchte Barcamp Deutschlands gewesen. Und dank Nicole Simons Kontakten und der fast zeitgleich stattfindenden Web 2.0 Expo in Berlin mischten sich unter die altbekannten Barcamp-Gesichter viele ausländische Besucher. Die hohe Zahl sorgte zwar für mehr Chaos als sonst und machte eine Vorstellungsrunde unmöglich. Sessionboard und Sessionräume waren ziemlich überfüllt. Aber irgendwie schaffte das eine noch “barcampigere” Stimmung als sonst.

Barcamp topics

In den Sessions und den Gesprächen am Rand waren genau die Themen auf der Tagesordnung, zu denen ich momentan recherchiere/arbeite/denke:

Barcamp - In the sessions #2
Session mit Oliver Berger.

Insbesondere die Session bei Markus Beckedahl von netzpolitik.org zum Thema Advocacy 2.0 (kurze Zusammenfassung auf blogage) hat mir gut gefallen und mich angespornt, weiter über das Thema Sozialem Engagement im Web 2.0 nachzudenken.

Ich hoffe ich kann in den nächsten Wochen all das verarbeiten, was ich vom Barcamp Berlin mitgenommen habe. Momentan geht es mir genauso wie nach den Barcamps in Hamburg und Köln: Ein Kopf voller neuer Ideen für Projekte, Texte und Schnickschnack, und nur 24 Stunden am Tag Zeit, sie umzusetzen.

Barcamp Orga

Munchkin-Runde
Gemütliche Munchkin-Runde.

Danke an die Organisatoren und Sponsoren vom Barcamp Berlin, ihr habt gro߸artige Arbeit geleistet. Insbesondere seit ich selber an der Planung eines Barcamps beteiligt bin, wei߸ ich die Arbeit zu schätzen, die hinter zwei Tagen “spontaner” Unkonferenz stehen.

Und ein spezielles Dankeschön an das Spieleland Hamburg für die Munchkin -Kartensets!

Die Liste der anstehenden Barcamps für die nächsten Monate ist recht dünn, und zum Barcamp Rhein-Neckar bin ich leider verhindert. Deshalb ist in diesem Jahr das Barcampen für mich voraussichtlich beendet, und ich würde sagen: Wir sehen uns auf dem Barcamp in Hannover!

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Akteure der alten und neuen Medien trafen sich auf dem jonettag am 7. September zum Austausch über Status quo und Zukunft des Journalismus. Die Veranstalter hatten dafür ein Format ausgewählt, das sich bei Web-2.0-Begeisterten und Bloggern schon seit einiger Zeit gro߸er Beliebtheit erfreut: Das Barcamp. Aus dem jonettag wurde kurzerhand ein “Mediacamp”.

jonettag: Podiumsdiskussion #3
Podiumsdiskussion.

Die Mischung aus Journalistenkongress und Web-2.0-Unkonferenz lockte eine recht heterogene Teilnehmerschaft in in die Hansestadt: Fernseh- und Printjournalisten, Blogger und Video-Podcaster, Studenten und Professoren, Unternehmer und PR-Profis tummelten sich in den Räumen der Handelskammer Hamburg.

Die kongressgewohnten Journalimusexperten in der Form eines Barcamps zusammenzubringen, war ein interessantes aber auch schwieriges Unterfangen. Der Kompromiss, den die Organisation dabei einging, war aus meiner Sicht als “erfahrener Barcamper” doch zu sehr in Richtung Kongress getroffen worden. Zum einen waren schon im Vorfeld Sessions festgelegt und Gastreferenten
dafür eingeladen, zum anderen sollten die Teilnehmer ganz spontan Sessions anbieten. Und wer das nicht gleich machen wollte, der konnte sich noch im Nachhinein auf eine Liste eintragen, die dann von den Organisatoren in den Sessionplan übertragen wurde. Das System hatte irgendwie zu viele Stufen und hat leider nicht so richtig funktioniert. Zwar gab es zwei, drei Veranstaltungen, die zu den bestehenden Sessions hinzukamen, jedoch überwogen die Vorträge und Podiumsdiskussionen mit Konferenz-Charakter.

Journalismus, quo vadis?

Die Podiumsdiskussion zu Beginn des Mediacamp drehte sich rund um die Frage “Zukunft des Journalismus”. Auf dem Podium: Hermann-Josef Tenhagen (Chefredakteur Finanztest), Prof. Roger Blum (Professor für Medienwissenschaft in Bern), Christoph Ulmer (freier Fernsehjournalist) und Alexander Böhm (Alex TV).

Anfangs war die Debatte aus meiner Sicht recht trocken und medientheoretisch. Das änderte sich, als Alex von Alex TV mit in die Gesprächsrunde eingebunden wurde und das Publikum in die Diskussion eingriff. Schade allerdings: Alex wurde – hatte ich jedenfalls das Gefühl – von den anderen auf dem Podium eher beliebäugelt, ganz nach dem Motto: Schaut mal, da ist einer, der hat schon mit 18 so tolle Sachen gemacht; wie ist es denn so als junger Mensch, in unserer gro߸en Medienwelt?

jonettag: Podiumsdiskussion #4
Teilnehmer des jonettags.

Lange diskutierten die Teilnehmer über das Thema Medienwächter: Brauchen wir eine Instanz, die Medienangebote kontrolliert und darüber urteilt, was guter Journalismus ist? Burkhard Schröder fasste das so zusammen: Die Idee von Medienwächtern sei eine typisch deutsche, und daher absurd. Mit der Einbeziehung des Publikums entfaltete sich der alte Streit zwischen Journalisten und Bloggern. Oliver Gassner provozierte die alteingessesenen Journalisten mit der Aussage: “Journalisten sind ja eigentlich auch nur Blogger”.

Insgesamt war ein Einstiegspanel mit renommierten Medienmenschen ein gelungener Einstieg zur Veranstaltung, es hatte allerdings den Nachteil, dass jede aufkommende Barcamp-Stimmung im Keim erstickt wurde. Es entstand das Gefühl von “denen da vorne” und dem Publikum.

Sessions = Vorträge = Podiumsdiskussionen

Die Sessionslots waren mit 90 Minuten sehr lang angesetzt, was wahrscheinlich den einen oder anderen abgeschreckt hat, einen Workshop anzubieten. Oliver Gassner teilte denn auch die Zeiteinheit kurzerhand in zwei Sessions auf (seine üblichen Barcamp-Themen Paid Blogging und Getting Things done). Besucht habe ich die Sessions Ausbildung, Wie man mit Bürgerjournalismus Geld verdient und Features von Zeitungs-Webseiten.

Es kommt nicht auf den Kochtopf an

jonettag: Session Ausbildung #1
Session Ausbildung.

Wie das Einstiegspanel war die Session Ausbildung als Podiumsdiskussion angelegt. Auf der Bühne diskutierten Annette
Le߸möllmann
(Hochschule Darmstadt), Marlis Prinzing (Europäische Journalismusobservation), Nina Tschierse (NDR) und Anja Würzburg (Hamburg Media School). Lange wird über den Weg zum Journalismus gesprochen und über das Ausbildungskonzept an den vertretenen Instituten.

Als Nicole Simon danach fragt, inwiefern das neue Web mit Kommunikationsformen wie Bloggen als Einstieg in den Journalimsmus dienen kann, gerät man schnell in die Debatte klassischer Journalismus vs. Weblogs. Zum Schluss machen die eingeladenen Entscheidungsträger von journalistischen Ausbildungsstätten aber klar: Neue Kommunikationsformen sind heute natürlich überall Bestandteil der Ausbildung. Anja Würzburg dazu: Man könne sowohl mit neuen oder alten Töpfen ein gutes Gericht machen. Es komme auf den Inhalt an, nicht auf die Instrumente.

Schreiben für die Anerkennung

In der Session Bürgerjournalismus stellte Dr. Martin Huber (gogol medien) die Plattform myheimat.de vor. Nach einer Präsentation von Huber entstand eine recht kritische Diskussion, die Fragen aus dem Publikum drehten sich um die Finanzierung, Werbung, rechtliche Unklarheiten und die Haftung für die Texte.

Ich persönlich war etwas enttäuscht, weil ich beim Titel “Wie man mit Bürgerjournalismus Geld verdient” vermutet hatte, es gehe darum, wie man als Bürgerjournalist Geld verdient. Stattdessen bekomme ich ein Konzept gezeigt, wie Hobbyjournalisten eine Zeitung schreiben, für die dann andere Gewinne einstreichen.

Lokalzeitungen ohne regionale Vormachtstellung

jonettag: Session Features von Zeitungswebsites #1
Session Features von Zeitungswebsites

Aufgrund von Orientierungslosigkeit bin ich leider eine halbe Stunde zu spät zur Session Features von Zeitungswebseiten, die Falk Lüke (Redakteur bei Zeit online) leitete, gekommen. In der Stunde, die ich gesehen habe, ging es vor allem um Negativbeispiele von Onlineauftritten deutscher Lokalzeitungen. Web 2.0 ist bei den wenigsten angekommen, viele haben es verpasst, in ihren Regionen zum “Community-Anbieter” zu werden. Bisweilen wird der “gute Name” einer Zeitung für Werbefluten und Singlebörsen missbraucht. Insgesamt interessant, am Ende wurde aber aus meiner Sicht zu sehr auf einzelne Angebote draufgehauen und zu wenig auf “Wege aus dem Missstand” eingegangen.

Fazit

Minus:

  • Länge der Sessions: Die Sessions waren mit eineinhalb Stunden einfach zu lang angesetzt. Man konnte an dem Tag nur an drei Sessions teilnehmen statt wie auf Barcamps üblich fünf bis sechs
  • Kosten: Die Veranstaltung kostete 30 EUR, ermä߸igt 25 EUR; ich wei߸, für eine Konferenz ist das wenig Geld, aber interessierte Studenten, Blogger oder freie Journalisten werden davon eher abgeschreckt; der ermä߸igte Preis hätte günstiger ausfallen können (z.B. 5 oder 10 EUR)
  • Sessions: Die Sessions waren zu sehr im Vortragsstil
  • Vorstellungsrunde: Es gab kein Self Tagging

Plus:

  • Heterogenität: Die Zusammensetzung der Teilnehmer bot eine interessante Vielfalt
  • Pausen: zwischen den Sessions war genügend Zeit, um sich mit Leuten zu unterhalten
  • Standort: Das Gebäude und die Räume (danke an die HK für das Sponsoring)
  • Einstieg: Ich fand es ganz gut, dass es eine Podiumsdiskussion gab

Meine Vorschläge für das nächste Mal:

  • Self Tagging am Anfang der Veranstaltungen
  • keine Stühle beim Self Tagging und der Sessionvorstellung
  • Bei der Sessionvorstellung mit Zetteln und einem Board arbeiten, nicht mit Powerpoint und einem beschränkten Zugriff auf die Session-Organisation
  • Sessions kürzer (45 Minuten)
  • Erst Sessions besprechen, dann Einstiegspanel
  • für Studenten stärkere Ermä߸igung
  • ein weniger teures Restaurant für den Ausklang wählen

Für mich persönlich hat es sich gelohnt, zum jonettag zu fahren. Die Teilnehmer waren interessant und ich hatte spannende Gespräche zwischen den Veranstaltungen. Die Sessions waren mir zu lang und vortragslastig, dennoch habe ich einiges mitgenommen. Der Versuch, dem jonettag eine Barcamp-Atmosphäre aufzusetzen ist – zumindest aus meiner Sicht – gescheitert. Das finde ich aber gar nicht so schlimm. Wahrscheinlich muss man Leute au߸erhalb der Web2.0-Crowd bei dem doch etwas chaotisch klingenden Format noch mehr an die Hand nehmen und sie langsam an das Format heranführen. Aber ich finde es nichtsdestotrotz beachtlich, dass die Organisatoren vom jonettag das gewagt haben. Bleibt zu hoffen, dass bei zukünftigen Veranstaltungen dieser Art mehr Barcamp-Atmosphäre aufkommt.

Danke an die Organisatoren für die Durchführung der Veranstaltung, für den spannenden Tag und dafür, dass sie das Unkonferenzformat für sich entdeckt hat.

Reaktionen der Blogosphäre zum jonettag:

Barcamp Cologne 2

19. August 2007, 18:03

Prolog. Eigentlich habe ich mir fest vorgenommen, keine Beiträge mehr ohne Tinte, also handschriftlich, zu veröffentlichen, aber die Hälfte meiner Kontakte kickt die Handschrift ja eh raus. Da kann man ruhig mal prinzipien-untreu werden. Prolog Ende.

Barcamp Cologne 2 - Wide Shot fürs blog

An diesem Wochenende hatte ich die Freude, zum zweiten Mal an einem Barcamp teilzunehmen, diesmal in Köln bzw. neudeutsch: Cologne. Vor einigen Monaten war ich auf dem Barcamp in Hamburg gewesen und war seitdem, wie unsere angel-sächsischen Freunde sagen, “hooked” (den Köder verschluckt habend, süchtig, begeistert).

Ein Barcamp, das ist eine Art “Unkonferenz”, ein Treffen von Internetfutzis, Web-Zwo-Nullen und den Kleinbloggersdorfern. Und obwohl man jetzt meinen könnte, da kann doch gar nichts Gutes herauskommen, entsteht aus diesem Wust am Ende doch irgendwie etwas Lebendiges, Kreatives, Spannendes, Produktives. Irgendwie.

Das Barcamp Hamburg war für mich quasi das erste Mal, und das erste Mal ist ja bekannterma߸en immer subjektiv unheimlich schön. Nach Köln bin ich dann gefahren, wie es typisch ist beim zweiten Mal: Man hat zwar immer noch überhaupt keine Ahnung, fühlt sich aber schon so richtig alteingesessen und erfahren.

Barcamp Cologne 2 #8 Barcamp Cologne 2 - Jörn und Nicole

Das Barcamp habe ich vor allem aus drei Gründen als “Mission accomplished” abgebucht:

  • mehr Zeit
  • mehr Ziele
  • mehr “Zwischendurch”

Mehr Zeit

War ich in Hamburg nur einen Tag gewesen, habe ich diesmal in Köln Samstag und Sonntag mitgenommen. Das war insgesamt um einiges entspannter, und ich konnte an mehr Sessions teilnehmen. Ganz nebenbei habe ich au߸erdem Shanli besucht und mit ihr die Stadt am Rhein, die ich bisher ja nicht so toll fand, unsicher gemacht. Und ja, ok, es stimmt, ihr habt ja recht, Köln ist eigentlich ganz nett so. Echt jetzt. Danke nochmal Shanli dafür :-)

Mehr Ziele

Im Vorfeld habe ich mir mehr Gedanken gemacht, welche Veranstaltungen ich besuchen will und was es mir für Studium, Arbeit und Freizeit so bringen könnte. Demzufolge habe ich dann tatsächlich auch etwas strukturierter Sessions ausgesucht und daran teilgenommen. Und ganz nebenbei habe ich ein paar Kontakte hergestellt, wegen denen allein sich schon das Barcamp für mich gelohnt hat.

Im Vorfeld hatte ich bereits mit Patrick von werbeblogger.de ausgemacht, mal am Rande über ein Projekt zu quatschen, das er schon seit einiger Zeit im Kopf hat: Ein Winecamp in Deutschland zu veranstalten. Ein Winecamp ist quasi ein Barcamp, bei dem NGOs und Akteure der neuen Medien zusammenkommen. Ein bisschen mehr dazu bei Patrick im Blog. Das wird glaube ich eine richtig interessante Sache.

Mehr Zwischendurch

Mehr Zeit schafft auch mehr Zwischenräume. Bei Kaffee und Saft vom Saftblog – danke für das Sponsoring an dieser Stelle! – ergeben sich immer wieder spannende Gespräche und Kontakte. Das ist dann teilweise produktiver als so manche Session, glaube ich. Zum Wii-Spielen bin ich allerdings auch diesmal wieder nicht gekommen, auch wenn die pl0gbar-Mädels und Jungens eine dabei hatten. Dafür hab ich die Jungs von wevent und die von brabblr endlich mal kennen gelernt und auch so das eine oder andere aufschlussreiche Gespräch gehabt.

Am Ende bleibt: Köln war spannend, interessant und produktiv. Das zweite Mal war schön, ich würde es jederzeit wieder tun, zum Beispiel hier oder da.
Vielen Dank an die Sponsoren, die Organisatoren und die Teilnehmer, die das möglich gemacht haben.

Fotos gibts wie immer bei flickr.

Barcamp Cologne 2 #13 Barcamp Cologne 2 - Time table #7

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Barcamping

13. Juni 2007, 00:07


Barcamp Hamburg #6   Barcamp Hamburg #2

Das Wochenende war hei߸ und sonnig, Badewetter. Genau richtig, um sich freiwillig in klimaanlagenlose Konferenzräume zu zwängen. Trotz der Hitze war das Barcamp in Hamburg eine angenehme Wochenendbeschäftigung. Einige der Berichte, die in der Blogosphäre zu finden sind, waren ja durchaus kritisch. Aber als Barcamp-Novize, der ohne ein konkretes Ziel an der Unkonferenz teilgenommen hat, schaut man halt doch irgendwie durch eine rosa Brille und findet so ein Treffen zwischen Bloggern, Web-Zwo-Nullern, Start-Uppern und Webforschern faszinierend.
Ich bin froh, dass Michael mich gefragt hat, mit ihm gemeinsam eine kleine Session auf dem Camp anzubieten. Denn auch wenn wir anfangs etwas skeptisch waren, mit unserer eher theoretisch orientierten Einführung zum Thema “Personalisierung von Medieninhalten” mehr als ein Gähnen aus den Camp-Teilnehmern herauszulocken, so kam der Workshop doch ganz gut an und wir hatten einige Leute aus der Praxis dabei, die munter mit uns diskutierten. Insofern war für uns das Barcamp ein voller Erfolg. Beim nächsten Mal – haben wir uns jetzt fest vorgenommen – nehmen wir aber auch die Partys mit ;-)

Links:

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