Ich habe gerade den Videostream von den Tagesthemen von gestern noch einmal angeschaut und möchte noch ein paar Sachen zu meinem gestrigen Eintrag hinzufügen.

O-Töne Kommentar von Norbert Carius:
“Ich spiele keine Videspiele. Nicht weil ich zu alt bin oder sie doof finde, sondern weil ich wei߸ um die gefährliche Faszination der virtuellen Welten in denen ich mir das Leben und die Menschen so einrichten kann, wie es mir passt.”
“Wir regen uns auf über Gammelfleisch und schauen zu, wie ganze Generationen von Computerkids geistig vergiftet werden.”

Und der Mensch von electronic arts hei߸t Frank Herrmann und ist Marketing Director Central Region.

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Ein Meisterstück für mediale Verblendung und Verschwendung von GEZ-Gebühren in zwei Akten.

Da zeigt das heutige heute-journal einen Beitrag zur “Killer”-Spieldebatte, der im Gesamtfazit die Aussage trifft: Wer die Schuld auf die sogenannten “Killer”-Spiele schiebt, der macht es sich zu einfach. Als Experten treten zum Beispiel auf: Christoph Klimmt vom IJK Hannover, Winfried Kaminski von der FH Köln oder Michael Trier von der Gamestar.

Nach diesem Beitrag dachte ich mir: Da bin ich doch froh, die Öffentlich-Rechtlichen haben sauber recherchiert, ein guter Beitrag, hätte ich nicht gedacht.

Dann eine halbe Stunde später die Tagesthemen auf ARD. Dort ist die Aussage: Computerspiele sind schlimm, sie fördern Gewalt, wahrscheinlich können wir aber nur wenig dagegen machen. Es treten Menschen auf wie Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (übrigens laut seinem Lebenslauf leidenschaftlicher Sportschütze, was nicht im Beitrag erwähnt wird aber durchaus interessant ist in Hinblick auf die Debatte), ein Sprecher von Spielehersteller electronic arts , der mit recht laschen, die Branche verteidigenden Kommentaren gezeigt wird, und als Höhepunkt: Ein Kommentar von Norbert Carius vom Saarländischen Rundfunk. In seinem Kommentar sagt Robert Carius, er spiele nicht Videospiele, weil er um ihre Gefährlichkeit wisse. Damit meldet sich jemand zu Wort, der erstens zugibt, keine Ahnung von Computerspielen zu haben, und zweitens nicht einmal eine Unterscheidung zwischen gewaltverherrlichenden Spielen und allen anderen Spielen macht. Na klasse! Er redet von “skrupellosen Herstellern”, die unsere Jugend “geistig vergiften”, und generalisiert, wer als Kind solche Spiele spiele, der sei hochgefährdet, und man wisse das ja schon längst. Da ist Carius in seiner Meinung nicht weit vom bayerischen Innenminister Beckstein entfernt, der dazu meint, Killer-Spiele sollten “in der Grö߸enordnung von Kinderpornographie eingeordnet werden, damit es spürbare Strafen gibt” (Quelle: tagesthemen.de).

Ich glaube es ist klar geworden, von welchem Beitrag ich mehr halte. Aber ganz abgesehen davon frage ich mich jetzt: Wieso machen zwei öffentlich-rechtliche Sender Fernsehbeiträge zu einem Thema, positionieren sich stark unterschiedlich und laden Experten ein, die die jeweiligen Grundthesen unterstützen? Meine Antwort darauf ist frei nach Logau: Allem Winde Segel geben!
Wer im Ersten einen contra-Beitrag zur “Killer”-Spiele-Debatte und im Zweiten einen pro-Beitrag dazu zeigt, der erzielt halt eine höhere Quote, weil er alle erreicht. Nur mit einer ernsthaften Debatte zu dem Thema hat das leider gar nichts zu tun…

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Killerspiele I

21. November 2006, 22:24

“Aber es stimmt auch, dass sowohl Robert Steinhäuser als auch Sebastian B. intensiv CounterStrike spielten” “Allerdings stimmt auch, dass sowohl Robert Steinhäuser, der im Erfurter Gutenberg-Gymnasium um sich schoss, als auch Sebastian B. wie besessen Counter-Strike spielten” (Zitat: Anne Will in den Tagesthemen heute)

Beide tranken auch Kaffee und haben Brot gegessen.

Und übrigens: Beide waren in einem Schützenverein. Warum verbietet man diese nicht?

(Nachtrag: Aufgrund fehlender Recherche ziehe ich die Aussage zurück, beide hätten Kaffee getrunken; Nachtrag 2: Ich habe den Stream noch einmal anschauen können und deswegen das Zitat leicht korrigiert)

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